nedlitzNedlitz, eine nach der Reformation wieder aufgebaute Siedlung wurde anfangs zu Deetz gelegt, aber 1568 dem Pfarrer von Quast zugewiesen. 1569-1636 hat Nedlitz mit dem Filial Reuden ein eigenes Kirchspiel gebildet, wurde dann in den Kriegswirren wieder wüst. Nach dem Neuaufbau wurde die Gemeinde im Jahre 1665 von neuem Filial von Deetz. 1717 wurde diese kleine Fachwerkkirche in einer für diese Gegen völlig untypischen Bauweise errichtet: als Ständerfachwerkbau. Das Innere wird dominiert von einem hohen Kanzelaltar, geschmückt mit Gemälden: über dem Altartisch das Abendmahl, am Kanzelkorb Christus als Weltenherrscher und die Vier Evangelisten. Bekrönt wird der Altar von einer Kreuzigungsgruppe. Ein Taufstein ist nicht vorhanden. Eventuell gab es hier früher einen Taufengel. Die Orgel aus dem 19. Jahrhundert ist leider nicht mehr spielbar. Erst 1971 entstanden die beiden Glocken. In die Nordwand eingelassen ist ein großer steinerner Epitaph für den Heyde-Reiter Hintze, gestorben 1711. Außen findet sich ein Inschriftengrabstein aus dem 18. Jahrhundert, versehen mit den Vergäng-lichkeitssymbolen Sanduhr und Schädel als Mahnung: Gedenke deines Todes.

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