neekenDer Ort wurde im 30-Jährigen Krieg schwer zerstört, danach schrittweise durch Volrath von Davier wiederaufgebaut, zu dessen Herrschaft Neeken gehörte. Die sehr einheitliche barocke Innenausstattung der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. Altar, Kanzel, Gestühl und Emporen sind komplett erhalten. Hinter dem Altar befindet sich eine nur von außen zugängliche Patronatsloge, eine Bronzeglocke stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Ostwand dieser romanischen Feldsteinkirche wurde in Fachwerk ausgeführt, der Giebel ist verbrettert. Nach dem 30-jährigen Krieg um 1660 wurde der Chor nach Osten verlängert, über dem Westteil befindet sich ein Fachwerkreiter. Die romanischen Fenster des Rechtecksaals sind nur geringfügig verändert worden. Der Innenraum ist flachgedeckt mit dreiseitiger Empore. Der Altar verfügt über einen barocken Aufsatz. Im runden Altarblatt ist die Kreuzabnahme Jesu dargestellt und in der Predella das letzte Abendmahl. Der Altar wird von Säulen und üppigen Akanthuswangen flankiert. Als Bekrönung über dem Gesims ist ein kleines Ovalbild des triumphierenden Christus, gerahmt von reichem vegetabilischem Schnitzwerk zu sehen. Seitlich der Predella befinden sich die Wappen der Stifter und Patronatsherren Carl von Davier und Dorothea von Lattorf. Die Kanzel ist ein Kunstwerk aus barocker Zeit. Auf einer schlanken gedrehten Säule ruht der polygonale Korb. Gleichgestaltet sind die Ecksäulchen am Korb, in deren Feldern vier Evangelisten gemalt wurden. Am Aufgang zur Kanzel befindet sich das Patronatswappen derer von Davier. Vor dem Altar steht die steinerne Taufe aus dem Jahr 1669 auf vierseitigem Fuß. Dazu gehört achteckiges Becken mit Inschriftkartusche zwischen Pflanzenornamenten. Hinter dem Altar befindet sich zweigeschossige Herrschaftsloge. Die Prieche an der Nordwand mit Gitterwerk wurde 1667 von Elisabeth von Davier gestiftet. Gegenüber befindet sich einen weitere Prieche mit Holzbaldachin aus dem Jahr 1668. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein Epitaph von V. von Davier (gestorben 1663), ein rundes Porträt in gemaltem Fahnenkranz, der Grabstein Asmus von Davier (gestorben 1561), das Asmus von Davier kniend vor dem Kruzifixus abbildet. Von 2007 bis 2013 wurde die Kirche grundhaft saniert und restauriert.

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