ragoesenDie kleine romanische Feldsteinkirche entstand um 1200. Die verschlossene romanische Priesterpforte ist noch gut erkennbar, ebenso einige sehr kleine ursprüngliche Fenster. Die Gemeindepforte blieb in ihrer alten Form erhalten. Diese Kirche wurde oft verändert und repariert. Holzuntersuchungen ergaben Daten aus dem 14., 16. und 17. Jahrhundert. Nach dem 30-jährigen Krieg musste die Apsis instand gesetzt werden. 1674 erhielt die Kirche den Fachwerkdachreiter. Die ältesten Objekte in der Kirche sind die Glocke aus dem 13. und der Taufstein aus dem 14. Jahrhundert. Der Altar entstand 1684 (1846 neu verputzt). Die Orgel in neogotischem Stil aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde 1881 von der Kirche Elsnigk hierher versetzt. Das interessanteste Detail der Ragösener Kirche ist der hölzerne Kanzelfuß, entstanden wohl im 16. Jahrhundert. Der "Ragösener Jüngling" besteht aus einer geschnitzten Halbfigur mit Blumen und Früchten, wie sie oft in der christlichen Symbolik verwendet wurden (Traube, Granatapfel). Die Überlieferung im Dorf erzählt jedoch, dass dies noch eine heidnische Figur sei – eine Fruchtbarkeitssäule, die in die Kirche übernommen wurde, weil man nicht von ihrer Verehrung lassen wollte. Bis ins 19. Jahrhundert herrschte hier die Sitte, dass jedes Kind, das zum ersten Mal die Kirche betrat, der Figur einen Kuss geben musste.

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