coswigDie Kirche St. Nikolai wurde Stiftskirche des 1272 begründeten Nonnenklosters bis zu seiner Auflösung im Jahre1527. Seitdem ist sie das Gotteshaus der Gemeindewährend bis dahin der Dom die Pfarrkirche war. Griebo ist bis 1957 Filial des 2. Geistlichen gewesen. 1924-33 wurde Klieken und Buro vom Hilfsprediger von Coswig betreut. Seit 1956 war Klicken ohne Buro wieder mit Coswig verbunden, wozu Buro allein 1796-1874 gehört hat. Von den Pfarrhäusern ist die Propstei 1860-63 neu gebaut, das veräußerte Pastorat 1708-15. Der erste Pastor war bis 1644 Superintendent, dann Adjunkt des Zerbster Ephorus, seit 1705 mit dem Titel Propst, 1827-56 mit dem Titel Oberprediger, dann wieder seit 1885. Daneben standen im Amt der Diakonus und Subdiakonus, welcher zugleich Rektor war bis 1876, dann durch einen Hilfsprediger abgelöst wurde, der noch bis 1934 im Dienst der Gemeinde stand und zugleich Klicken verwaltete. Das Schloß war Witwensitz der Zerbster Fürstinnen bis zum Tode der letzten Fürstin Friederike im Jahre 1827. An der Schloßkapelle sind zeitweise besondere Schloßprediger im Amt gewesen.
Die in den Räumen des Schlosses 1874 untergebrachte Strafanstalt hat bis 1930 besondere Prediger gehabt. Das alte Schloß brannte beim Einfall der Spanier nieder und wurde 1566 von Fürst Wolfgang wieder aufgebaut, der daneben 1558 noch ein zweites Gebäude errichtete. Die Fürstin Sophie Auguste ließ das Schloß in den Jahren 1667-77 auf den alten Grundmauern neu aufführen, wobei auch die Schloßkapelle entstanden ist.
Im 12. Jh. wurde hier eine romanische Kirche errichtet, von der heute noch der Unterbau des Turmes und der Triumphbogen im Inneren zu erkennen sind. 1240 wurde ein rechteckiger gotischer Chor angefügt, sowie das schöne gestufte Hauptportal. Ein weit reichender Umbau 1699-1708 gab der Kirche ihre heutige Gestalt. 1863-65 entstand zuletzt die Turmspitze in neogotischem Stil mit Sichtachse zur Wörlitzer St. Petri-Kirche. 1687 entstand der monumentale Altaraufsatz mit Gemälden von Abendmahl, Kreuzigung und Auferstehung, sowie Figuren von Petrus, Paulus, Johannes d. T. und Moses. Die Kanzel mit Christus auf der Weltkugel datiert 1681. G. Simonetti schuf 1701 den Taufstein mit Putten. Das Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1713. Bereits 1564 wurden die 2-geschossigen Emporen eingebaut. Außergewöhnlich ist die Reihe von Logen auf der gesamten Nordseite, jede mit eigenem Zugang von Außen.

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