moellensdorfDiese Feldsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie besteht aus Schiff, eingezogenem Chor und Apsis; im Westen ist ein Fachwerkdachreiter aufgesetzt. Die Apsis zeigt noch die romanischen Fenster; an der Südseite des Chores ist die Priesterpforte zu sehen. Im Barock wurde die Kirche mehrfach verändert. 1670 stiftete der aus Hamburg zugezogene Holzhändler eine neue Innenausstattung, von der das Gemälde des Abendmahls (früher Altarpredella) des Wittenberger Malers Johann Amberger heute noch vorhanden ist. Um 1800 wurde der Eingang an der Südseite des Schiffes versetzt und das Innere wiederum neu ausgestattet. Hiervon ist noch der restaurierte Kanzelkorb erhalten. 1806 richtete Napoleons französisches Heer in der Kirche Schaden an. Der Pfarrer ritzte in das südliche Chorfenster (außen): "1806, den 26. Oktober haben die Franzosen dieses Fenster zerschlagen." 1889 wurde die bronzene Glocke der Fa. C. F. Ulrich aus Apolda eingeweiht. 1991-92 wurde die Kirche grundlegend saniert. Dabei wurden in der Apsis mittelalterliche Fresken entdeckt und restauriert; sie stellen Himmel und Hölle dar. Zudem wurde eine Orgel mit mechanischer Kegellade hierher versetzt, die 1881 von dem Merseburger C. J. Chwatal für die Kapelle in Mägdesprung gebaut worden war. Berühmtester Bürger des Ortes war im 16. Jahrhundert der Maler Lucas Cranach d. J., dem hier zwei Mühlen gehörten.

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