Die konfessionelle Entwicklung der Stadt Zerbst hat dazu geführt, daß die hier bestehenden Gemeinden St. Bartholomäi, St. Nikolai, St. Trinitatis und Ankuhn bis in die Neuzeit Personalgemeinden gewesen sind. Der Ankuhn wurde 1850 eingemeindet. Mit ihm ist am 14.6.1876 ein Parochialverband gebildet worden. Die heutige Parochialeinteilung besteht seit 1912. Die Dorfgemeinden waren wie die Stadt Zerbst bei Beginn der Reformation in der Hauptsache Dessauer Besitz, wenn gewiß auch hier dem Fürsten Wolfgang von Köthen ein Mitbestimmungsrecht zustand. Nach der Teilung von 1544 fiel das Amt dem Fürsten Johann von der Dessauer Linie zu. Nach seinem Tode waren hier nach einander seine drei Söhne Karl (gestorben 1561), Bernhard (gestorben 1570) und schließlich Joachim Ernst die Landesherren. Nach der Teilung von 1606 ward das Amt ein Bestandteil von dem neu gegründeten Fürstentum Zerbst bis zu seinem Aussterben im Jahre 1793. Als das Zerbster Land dann 1797 nochmals aufgeteilt wurde, fiel das Amt mit der Mehrzahl seiner Dörfer an Dessau. Zu den Kirchspielen des Amtes gehörten Bone, Luso, dessen Filialdörfer Bonitz und Pulspforde 1796-1847 neu-köthenscher Besitz waren, ferner Eichholz, Niederlepte, Nutha, Steckby, Natho, von dem nur die Ortschaft Krakau 1796 zu Dessau kam, während das Kirchspiel als Ganzes an Bernburg fiel, und schließlich Weiden, welches 1606 zum Amt Coswig gezählt wurde. Die Reformation, die in Zerbst schon seit 1522 Eingang gefunden hatte, hat sich dann auch bald durchgesetzt in den Landgemeinden des Amtes. Ebenso ist hier der Übergang zum Reformiertentum seit 1596 ziemlich reibungslos erfolgt. Die seit 1644 von dem Fürsten Johann betriebene Relutheranisierung seines Landes ist bei den Landkirchen des Amtes in den Jahren 1649-74 bei jeder neuen Stellenbesetzung erfolgt. Die für die dessauischen Landesteile durchgeführte Union von 1827 schuf die Grundlage für den heutigen Bekenntnisstand.

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